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Im Rahmen des europäischen Projektes SEiSMiC wurde vom Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin ein Netzwerk in Deutschland aufgebaut, das „soziale Innovation in urbanen Räumen“ in den Blick genommen hat. Von Anfang 2014 bis Ende 2016 wurden entsprechende Workshops, Netzwerktreffen und lokale Aktivitäten durchgeführt, die in unterschiedlichen urbanen Entwicklungen, Konflikten und zivilgesellschaftlichen Interventionen gewonnene soziale, kulturelle und wissenschaftliche Expertisen in Austausch gebracht haben. Das Ziel war eine von den beteiligten Akteurinnen und Akteuren gestaltete Bestandsaufnahme und ein Vergleich der Formen, Treiber und Barrieren sozialer Innovation in elf europäischen Ländern.


Das europäische Projekt SEiSMiC (Societal Engagement iScience, Mutual learning iCities) zielte auf die Einbindung von Gesellschaft in Wissenschaft ab. Der Fokus lag hierbei auf Fragestellungen der Urbanisierung und auf den Herausforderungen, die sich für europäische Städte heute und in Zukunft ergeben. Zudem trat das Projekt für einen Gedankenaustausch und Diskurs zwischen verschiedenen städtischen Akteuren und der Zivilgesellschaft ein.

Das geförderte Projekt hatte zum Ziel, Menschen aus unterschiedlichen Gruppen und Akteur_innen der Zivilgesellschaft sowie städtische Akteur_innen aus Wirtschaft, Verwaltung und Planung zu vernetzen und ihnen eine gemeinsame Plattform zum Austausch und zum gemeinsamen Arbeiten zu bieten. Diese Plattform diente dazu, gemeinsam einen Dialog mit dem Schwerpunkt Soziale Innovation zu starten. Hierzu wurden nationale Netzwerke bestehend aus oben genannten Akteur_innen aufgebaut, in denen urbane Herausforderungen diskutiert wurden, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Die Netzwerke wurden gleichzeitig in 10 europäischen Ländern mit dem Ziel etabliert, die Zivilbevölkerung Teil des urbanen Forschungskosmos werden zu lassen. Teilnehmer_innen dieser Netzwerke kamen aus Bürgerbewegungen, Universitäten, Museen, Wissenschaftszentren, Ausbildungseinrichtungen, Medien, Forschungsförderung, Unternehmen, Industrie oder waren andere Entscheidungsträger_innen.

SEiSMiC wurde von der Europäischen Kommission finanziert. Es leistet einen Beitrag zur Strategic Research & Innovation Agenda der Europäischen Kommission und unterstützte die Joint Programming Initiative Urban Europe (JPI Urban Europe). 2010 von mehreren EU-Staaten gegründet, strebt JPI Urban Europe eine Koordination und Stärkung von Stadtforschung und Innovation in Europa an. SEiSMiC ist eine der aus dem Seventh Framework Programme for Research and Technological Development (FP7) finanzierten Aktionen, die JPI Urban Europe von November 2013 bis Oktober 2016 unterstützte. Im Fokus von SEiSMiC standen Mobilisierung und gemeinsames Lernen, die Beteiligung der Zivilgesellschaft sowie das Identifizieren sozialer Bedürfnisse in der Stadtentwicklung überall in Europa.

SEiSMiC wurde von 13 Partnerorganisationen realisiert, wobei davon zwei die Koordination übernehmen: das Austrian Institute of Technology in Wien und Platform 31 in Den Haag. Netzwerke wurden in folgenden 10 Ländern gebildet: Österreich, Belgien, Tschechische Republik, Deutschland, Ungarn, Italien, Niederlande, Norwegen, Schweden, Türkei und im Vereinigten Königreich.